Wilder Garten heißt nicht „ohne Pflege“

Ich habe einen großen Garten. Mit Vorgarten sind es ca. 800 qm. Da ist schon ganz schön was los. Da ich aber auch berufstätig bin und nicht wirklich viel Zeit in die Gartenpflege investieren kann, habe ich mich für den Naturgarten entschieden. Aber Vorsicht! Naturgarten heißt nicht, dass man gar nicht mehr pflegt. So ein paar ordnende Handgriffe sind schon erforderlich, wenn man seinen Garten auch noch nutzen möchte.

Ich habe es z. B. schon vor längerer Zeit aufgegeben, den Giersch im Garten zu bekämpfen: Mein Frieden mit dem Giersch
Stattdessen esse ich ihn bspw. in der Spinatbaum-Giersch-Lasagne oder im Salat und erst kürzlich habe ich ein Pesto mit Giersch gemacht. 😉

Ich mähe den Rasen – also zwischendurch mal. Ich halte ihn nicht grundsätzlich kurz, da es einiges an Getier gibt, das sich gerne im höheren Gras tummelt. Den Rasenschnitt streue ich unter die Hecken. Ich kompostiere und habe einen Totholzhaufen und einen Laubhaufen, die ich beide in Ruhe lasse. Übrigens, der Laubhaufen heißt, ich kehre auch Laub zusammen.
Unsere Kastanie muss gelegentlich beschnitten werden, damit man noch unter ihr durchlaufen kann. Ab und zu setze ich Blumenzwiebeln in den Garten, vorzugsweise aus Gestecken oder Töpfen, die ich geschenkt bekomme oder mir selbst kaufe.
All das mache ich schon. Aber ich lasse vieles wachsen, was sich ansiedelt.

Ein Naturgarten ist also kein Faulenzer-Garten. Und ein bisschen auskennen sollte man sich schon. So hat sich bei mir bspw. ein Eisenhut angesiedelt. Sieht schön aus, mit seinen blauen Blüten. Aber man sollte schon wissen, dass er giftig ist. – Nicht mit dem Gartenhandschuh zum Gesicht und Händewaschen sind da ganz wichtige Maßnahmen.

Und bei aller Wildheit blüht es schon jetzt reichlich in unserem Garten, wie man auf der Collage sehen kann.

Wer nun Lust auf’s Gärtnern bekommen hat oder sich fragt, wie er oder sie den Garten umgestalten kann, der kann sich im Internet viele Tipps holen. Ich habe Gartentipps gefunden, die für Anfänger geeignet sind und für die man auch nicht tief in die Tasche greifen muss. Denn eines muss man schon sagen, Gartenpflege kann recht teuer werden, wenn man den falschen Ratgebern folgt: Gartentipps für Anfänger von Aldi Süd

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